Dalmanuta Meditation Greven

Nicole Feldmann und Matthias Rhein

Meditation

„Nimm dir eine Auszeit, begegne dir, deinen Gedanken, deinen Gef├╝hlen und deinen inneren Bildern.
Komm herein, nimm Platz und bleibe eine Weile bei dir!“

Wir, Nicole und Matthias, schaffen dir einen Raum f├╝r musikbegleitete Impulse, Gelegenheit zur Selbstreflexion und die M├Âglichkeit neue Sichtweisen zu erlangen. Dabei legen wir gro├čen Wert auf Bodenst├Ąndigkeit, Verantwortungsbewu├čtsein und Begegnung auf gleicher Augenh├Âhe!

Dalmanuta Meditationen sind eine Reise zu dir selbst, um in Kontakt mit dir und deinem Herzen zu kommen.

F├╝r unsere Meditationsabende brauchst du keinerlei Erfahrungen oder Kenntnisse, nur deine Bereitschaft und deine Offenheit.

Nach jedem Abend laden wir dich herzlich zum gemeinsamen Austausch, mit Getr├Ąnken und leckeren Knabbereien ein!

Mein letzter MediAbend hatte die Begriffe Gewohnheit, Routinen und Rituale zum Thema. Leider konnte der Mediabend nicht stattfinden. Deswegen poste ich hier den Text:

├ťber Gewohnheiten, Routinen und Rituale
Wir leben in einer sehr ungew├Âhnlichen Zeit. Die Pandemie und der Umgang damit, zwingt uns unser Verhalten zu ├Ąndern. In vielen Bereichen unseres Lebens k├Ânnen wir unsere Gewohnheiten nicht mehr aufrecht erhalten.
Es betrifft alle Bereiche unseres ├Âffentlichen Lebens. Aber es geht auch in unser privates Umfeld hinein. Treffen mit Familienangeh├Ârigen, mit Freunden und mit Kollegen sind nicht mehr uneingeschr├Ąnkt m├Âglich.
Alles was wir sonst gerade in der Vorweihnachtszeit gerne gemacht haben ist ebenfalls nicht m├Âglich. Keine Weihnachtsfeiern in den Firmen, keine Weihnachtsm├Ąrkte in der gewohnten Form.
Zus├Ątzlich habe ich mich dazu entschieden mein Knie operieren zu lassen, da ich seit einigen Jahren Probleme durch einen Knorpelschaden hinter der rechten Kniescheibe habe.
Als Folge der OP bin ich nun gezwungen auch noch meine Gewohnheiten in meinem privaten Umfeld komplett umzustellen.
Warum sind uns unsere Gewohnheiten so wichtig und was sind sie ├╝berhaupt?
Bei unseren Gewohnheiten handelt es sich um ein Erfolgsrezept. Es geht dabei auch um Energieeffizienz.
Unser Gehirn ben├Âtigt, bezogen auf seine Gr├Â├če, relativ viel Energie.
Ein gutes Beispiel ist das Schalten beim Autofahren. Am Anfang ben├Âtigen wir viel ├ťbung und m├╝ssen uns zun├Ąchst konzentrieren um die Schaltvorg├Ąnge korrekt auszuf├╝hren. Im Laufe der Zeit lernen wir, die Schaltung auch ohne nachzudenken zu bedienen.
Wenn wir alle unsere Handlungen bewusst und wohl ├╝berlegt ausf├╝hren, ben├Âtigen wir daf├╝r viel Energie, die uns dann f├╝r andere Aufgaben fehlt.
Also ist es durchaus sinnvoll und auch gewollt, Handlungen die wir tagt├Ąglich immer wieder ausf├╝hren, gar nicht mehr bewusst auszuf├╝hren.
Wir entwickeln, im Laufe unseres Lebens, automatische Handlungsmuster und Verhaltensweisen.
Unsere Gewohnheiten geben uns auch eine gewisse Sicherheit. Alles was wir schon immer so gemacht haben kann ja nicht falsch sein.
Manche oder vielleicht auch viele, sind uns dabei gar nicht bewusst und sie sind f├╝r Au├čenstehende auch gar nicht nachvollziehbar. Ich habe zum Beispiel die Angewohnheit, beim gr├╝beln oder beim sinnieren ├╝ber ein Problem, mit den Fingern durch meinen Bart zu fahren oder ihn glatt zu streichen. Diese Handlung hat erstmal keinen Sinn und sie ist mir auch nicht bewusst, bis mich jemand darauf Aufmerksam macht….
Diese Automatismen betreffen nicht nur ├Ąu├čere Handlungen, sondern auch unseren Gef├╝hlswert.
Vielleicht ist Dir schon mal aufgefallen, dass du in bestimmten Situationen immer gleich reagierst. Wie reagierst Du auf ein Lob? Wie verh├Ąltst Du Dich bei einer Beleidigung, wie bei berechtigter und unberechtigter Kritik?
Ich kann zum Beispiel vorhersagen, welche Reaktionen ich auf, aus meiner Sicht, unberechtigte Kritik zeigen werde. Ich beginne mich zu rechtfertigen. Weil ich mich bedr├Ąngt f├╝hle und ungerecht behandelt, versuche ich eventuell sogar den Gegenangriff zu starten.
Bin ich mir meiner automatischen Reaktionen bewusst, habe ich die Chance anders zu reagieren.
Halt mal kurz inne und frage Dich einmal, welche Gewohnheiten, kleine Ticks oder auch scheinbar unn├╝tze Handlungen m├Âchtest Du ├Ąndern?
Die Vorweihnachtszeit und das Weihnachtsfest sind voll von Ritualen. Rituale sind Gewohnheiten denen wir eine Bedeutung gegeben haben. Sie gibt es auf der ganzen Welt in allen Kulturen, Religionen und Gemeinschaften.
Vor einigen Wochen habe ich einen interessante Folge von Leschs Kosmos gesehen. Es ging um Riten – ├╝ber deren Bedeutung und deren Magie.
In der Folge wurde ein Wissenschaftler Team begleitet, welches eine uralte Zeremonie einer indigenen Gemeinschaft erforschen wollte.
Die Zeremonie dient dazu, die heranwachsenden Jungen in die Gemeinschaft der M├Ąnner aufzunehmen. Es handelt sich um eine Art Mutprobe bei der die Jungen ├╝ber gl├╝hende Kohlen laufen m├╝ssen. Im Laufe der Zeit wurde das Ritual erweitert, so dass die Jungen ein j├╝ngeres Kind, meist eine Schwester oder einen Bruder, dabei Huckepack nehmen. Die Forscher wollten wissen, welche physiologischen Merkmale die Jungen aber auch deren Verwandten und mehr oder weniger unbeteiligte Besucher aufweisen. Die Wissenschaftler bekamen die Erlaubnis, die beteiligten Personen zu verkabeln und deren Herzfrequenz und Gehirnwellen zu messen. W├Ąhrend also der Junge sein Ritual vollzog und mit einem Geschwisterkind auf dem R├╝cken ├╝ber die Kohlen lief, um in die Gemeinschaft der M├Ąnner aufgenommen zu werden, wurden gleichzeitig seine und die Daten der anderen Personen aufgenommen und anschlie├čend ausgewertet. Bei der Auswertung der Daten machten die Wissenschaftler eine erstaunliche Entdeckung.
Die physiologischen Daten synchronisierten sich zwischen den Personen. Je enger die Beziehung zwischen den Parteien war, desto mehr glichen sich die Herzrythmen und die Gehirnwellen aneinander an.
In dem Moment, wo der Junge den ersten Kontakt mit den Kohlen sp├╝rte und das Herz auf einmal anfing zu rasen, sein Gehirn in wilder Aufregung war, passierte dies auch bei seinem Vater. Dies ist auf der einen Seite sehr verst├Ąndlich, weil er diese Zeremonie ebenfalls vor einigen Jahren erlebte. ├ťberraschenderweise waren die Empfindungen der Mutter fast noch st├Ąrker als die des Vaters. Ebenso verhielt es sich bei den weiteren Angeh├Ârigen.
Was ist das Fazit aus dieser Geschichte: Rituale sind weit mehr als nur ein symbolischer Akt.
Sie verbinden uns! Wir erleben, dass wir Teil von etwas sehr Gro├čem sind.
Wir empfinden Mitgef├╝hl.
Wenn bei einer Hochzeit, viele Tr├Ąnen vergossen werden, dann hat es damit zu tun, dass die Zeremonie die Menschen miteinander synchronisiert. Die anwesenden Personen empfinden Gef├╝hle die sie ├╝berw├Ąltigen.
F├╝r viele wird dieses Weihnachtsfest ganz anders ablaufen als gewohnt. Vielleicht ist dies gerade eine gute Chance, sich ├╝ber unsere Gewohnheiten und deren Bedeutung f├╝r uns, bewusst zu werden.
M├Âglicherweise gibt es eine Gelegenheit, die alten Rituale dieses Jahr in ganz anderer Form zu gestalten und in dieser Besonderheit die Verbundenheit mit den Menschen bewusst zu machen.
Diese Verbindung k├Ânnen wir dieses Jahr ganz neu sp├╝ren und erleben.
Zum Schluss m├Âchte ich euch einen wundersch├Ânen Song von Taylor Swift empfehlen, die in dem Song Ihre Verbundenheit zur Ihrer Gro├čmutter beschreibt:

Ich w├╝nsche Euch eine ganz besonders besinnliche Weihnachtszeit.
Liebe Gr├╝├če
Nicole und Matthias